Siedlung von Heimatvertriebenen

Ab 1948 Besiedelung des Lagergeländes und Entwicklung des Stadtteils Neustadt

Zu Wohnungen umgebaute Baracken (1958)

Ab 1948 fanden Heimatvertriebene und Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches im ehemaligen Lagergelände dringend benötigten Wohn- und Gewerberaum. Deren Ansiedlung wirkte sich in Moosburg besonders nachhaltig aus. Die Siedler bauten sich mit ihrem erlernten Handwerk und Gewerbe in den Baracken eine neu Existenz auf. Innerhalb weniger Jahre entstanden auf dem Lagergelände ein Industriestandort und eine Wohnsiedlung mit eigener Infrastruktur. Es entwickelte sich daraus ein neuer Stadtteil, die heutige Moosburger Neustadt.

Die Baracken konnten von den Siedlern zunächst gepachtet und ab 1954 günstig erworben werden und wurden nach und nach umgebaut oder durch Neubauten ersetzt. Dadurch ist heute nur noch an wenigen Gebäuden die vormalige Baracke erkennbar. An der Straßenführung ist jedoch noch die Lagerstruktur nachvollziehbar. Die Straßennamen dagegen erinnern an die Herkunft und Heimat der Siedler.

Lese-Tipp: Die Lebensumstände der Menschen in Moosburg in der Nachkriegszeit wurden in unserer Buch-Publikation „Zwischen Hakenkreuz und Sternenbanner von Historiker Dr. Dominik Reither erforscht und wissenschaftlich dokumentiert.