Historisch wertvoller Fundus der Stadt Moosburg – 

Die Stadt Moosburg ist im Besitz einer einzigartigen Sammlung an originalen Zeichnungen und Gemälden von Künstlern, die im Stalag und Internierungslager inhaftiert waren. Diese jahrelang verschollenen Werke wurden in den letzten Jahren vom Stadtarchivar Wilhelm Ellböck gesichert, aufbereitet und im Stadtarchiv archiviert.

Diese Bilder sind von hoher Aussagekraft und historischer Bedeutung. Die Originale wurden bisher noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt und sind nur auszugsweise als Kopien bekannt. Erstmals sollen sie daher der Öffentlichkeit in Gänze präsentiert werden – rund 150 Zeichnungen, Grafiken und Gemälde ganz unterschiedlicher im Stalag VII A inhaftierter Künstler.

Ziel der Ausstellung

Nicht nur in ihrem Umfang, sondern auch in der thematischen Aufarbeitung stellt die Ausstellung „Überlebenskunst“ ein Novum in Deutschland dar. Ergänzt um Vergleiche mit weiteren Kunstwerken und historischen Fotografien eröffnet die Ausstellung Einblicke in das Kunstschaffen im Ausnahmezustand wie in das Leben im Lager. Wir erwarten daher in Moosburg, aber auch überregional erhebliches Interesse an der Ausstellung und werden entsprechend in unserem Gedenkstätten-Netzwerk dafür werben.

Projektplan

Das Thema stellt im Jahr der 1250-Jahr-Veranstaltungen eine wesentliche Phase der Stadtentwicklung vor. Aufgrund der großen Anzahl an Kunstwerken planen wir einen Ausstellungszyklus mit vier Terminen über das Jubiläumsjahr verteilt (siehe S. 1)). Die Veranstaltungen werden von Vorträgen und Broschüren begleitet. Die Grobplanung dafür liegt bereits vor. Die Entscheidung für die Durchführung liegt derzeit (Stand 10/2021) beim Stadtrat.